Hallo liebe Nicht-Mehr-Raucher und alle, die es werden wollen,
ich habe bereits meine "Durchhalteliste" schnachzugeben.
Natürlich weiß ich, wieso ich aufgehört habe, die Entscheidung ist ja bereits gefallen, aber ich muss es mir aber immer wieder und wieder selber vor Augen führen - insbesondere in "schwachen Momenten".
In einem Lied heißt es „Engel links, Teufel rechts, was soll ich glauben?“ – und so geht es mir tagtäglich! Mal rede ich mir das alte Laster wieder schön, mal komplett dagegen. Wenn ich das Schönreden beginne, schaue ich kurz auf meine „NMR-Liste“, dies hilft mir sehr, um wieder klar zu denken und meinen gefassten Entschuss weiter durchzuziehen. Vielleicht hilft meine Liste ja auch einem von euch ein bisschen??
Was spricht für’s Rauchen:
1. Es „schmeckt“ mir eigentlich gut!
Ehrlich: Es „schmeckt“ mir eigentlich schon lange nicht mehr!!! Da ich es aber immer und ständig tat, obwohl es nicht „schmeckte“, habe ich mir einen „guten Geschmack“ nur eingeredet. Nach der Zigarette habe ich doch so oft gleich einen Kaugummi gekaut, um den fiesen Geschmack aus dem Mund zu bekommen.
Fazit: Stimmt nicht, Scheinargument, Einwand entkräftet!
2. Rauchen beruhigt mich in Stresssituationen!
Ehrlich: Wieso? Die „kleine Rauchpause“ mache ich doch jetzt bei Stress auch – nur ohne Zigarette. Das „Durchziehen“, dass die angebliche Entspannung brachte, geht ganz toll mittels scharfem Pfefferminz und kurz vor die Tür und bei dem kalten Wetter kräftig tief durchatmen! Das „tief durchatmen“ bringt die Entspannung – nicht der Qualm!!!
Fazit: Stimmt nicht, Scheinargument, Einwand entkräftet!
3. Irgendwie gehört die Zigarette einfach dazu!
Ehrlich: Wieso fehlt dann allen Nichtrauchern nichts? Wieso weinen die Nichtraucher dann nicht vor Entbehrung und bejammern, dass ihnen sooooo viel Lebensqualität fehlt? So ein Quatsch mit Soße! Blödsinn! Vollpfostendenken! Was hat die Zigarette denn zu einem Teil von mir werden lassen? 1. Die reine Blödheit, 2. die damalige fehlende Kraft nicht einfach „nein“ zu sagen, 3. die jugendliche Dämlichkeit, „erwachsen“ wirken zu wollen, 4. und später die unbegründete Angst ohne Zigarette leben zu müssen. Und wie hat sich der Peststengel tatsächlich in mein Leben geschlichen? Er hat mir den Tag diktiert, mein Tun und Lassen vollkommen auf seine eigenen Bedürfnisse abgestimmt, mein Geld verschwendet, meine Gesundheit gefährdet, mein Ich beherrscht.
Fazit: Die Zigarette gehört nicht „einfach“ dazu, sie herrscht, sie bestimmt, sie hat die Macht! Pfui Teufel, ich will frei sein!!!!!
4. Rauchen aus Langeweile!
Ehrlich: Ja hallo, merkst du noch was? Wie blöd ist das denn? Aus Langeweile – ich schmeiß mich weg! Da könnte ich doch aus Langeweile genauso: die Möbel aufschneiden, die Fenster bemalen, mein Auto zerkratzen, Benzin trinken, mir ein Messer in den Fuß werfen oder mich gleich selber anzünden!!! Es bestünde aber auch die Möglichkeit, aus lauter Langeweile mal was Sinnvolles zu tun, z.B. ein gutes Buch lesen.......
Fazit: Dümmer geht’s nümmer!
Wie geht es mir ohne Rauchen:
1. Das Aufstehen morgens fällt mir leichter, der Kaffee schmeckt besser, kein Schwindel mehr ohne die morgendliche Giftdosis!
2. Meine Gedanken sind sortierter, ich bin konzentrierter – da nicht nebenbei noch mit Rauchen beschäftigt!
3. Mein Geschmackssinn ist schon jetzt deutlich „feiner“ geworden und ich schmecke mit einem Mal Dinge aus den bekannten Essen, die ich noch gar nicht kannte!
4. Mein Geruchssinn ist viel feiner und intensiver geworden. Ich rieche mit einem Mal Dinge, die ich sonst nicht riechen konnte! Mein Sohn hat immer gefragt: „Papa, riechst du das?“ und habe immer „Nein“ sagen müssen. Jetzt frage ich meinen Sohn zuerst : „Sag mal, riechst du das?“ Irgendwie klasse!
5. Ich kann mich selber gut riechen! Meine Kleidung stinkt nicht mehr, meine Finger stinken nicht mehr, ich rieche wieder mein Aftershave!
6. Nach jeder Schmachtattacke, die ich erfolgreich abgewehrt habe, bin ich stolz wie Oskar! Ein regelrechter Push für’s Selbstbewusstsein, ein befriedigendes Gefühl, wie es keine einzige Zigarette zu geben vermochte!!!! Für mich klar: eine Zigarette nicht geraucht zu haben, ist ein geileres Gefühl, als eine gepafft zu haben!!!!
7. Ich fühle mich frei! Ich bestimme jede Minute meines Handelns, kein Giftstängel schreibt mir vor, wann ich mich um „ihn“ zu kümmern habe! Wie geil ist das denn? – wenn auch noch etwas ungewohnt.
Und dann frage ich mich abschließend:
"Soll auch nur eine einzige Minute, die du mit dir und der Welt gekämpft hast, umsonst gewesen sein???
Sind deine fadenscheinigen Pro-Raucher-Argumente wirklich haltbar gewesen????
Na, willst du nun wirklich einen Zug nehmen??? Einen einzigen Zug, der mit Sicherheit der sofortige Neuanfang einer neuen Raucherkarriere ist???
Oder sind die letzen Punkte 1-7 es nicht wert, weiter für sie kämpfen???"
Yes - this time I'll do it!
Diesmal kriegt mich die Sucht nicht wieder in ihr Sklavenheer!
Stay green

Traili