gute zeiten/schlechte zeiten
Veröffentlicht: 25.04.2011 um 07:25 von kunstkoerper
53 Tage habe ich auf meinem grünen, rauchfreie-Tage-Konto.
Die letzten 10 davon waren leider sehr hart - eine echte Prüfung. Nachdem der Start so einfach war und sich die ersten 40 Tage kaum mal Schmacht gemeldet hat, hab ich mich schon etwas in Sicherheit gefühlt. Falsch gedacht
Es hat sich auch so angeschlichen - aus den seltenen Momenten, wo ich gern geraucht hätte, sind innerhalb weniger Tage viele lange Momente geworden und ich hab den Gedanken an Zigaretten kaum noch aus meinem Kopf bekommen. Das Problem ist, das die negativen Auswirkungen des Rauchens jetzt schon zu immer ferneren abstrakten Erinnerungen werden. Und wenn dann auch noch Frust dazukommt fühlt es sich einfach so an, als würde eine Zigarette alles leichter machen.
Ich glaube, das hat früher (im Raucher-Leben) auch tatsächlich funktioniert, sich mit dem Rauch die Probleme zu vernebeln. Aber ich weiß, das das jetzt nicht mehr ginge, und einem Teil von mir tut das leid, das ich nicht mehr zurück kann. Ich weiß - das ist total bescheuert, aber so ist es halt.
Dann kam vor 2 Tagen noch eine echte Stress-Situation dazu. Als ich Morgens als erster ins Lokal kam, in dem ich arbeite, musste ich feststellen, das Nachts eingebrochen worden ist - Schock. Kästen aufgebrochen, alles ausgeräumt - zum Glück kein großer finanzieller Schaden, aber Vandalismus und es ist ein seltsames ungutes Gefühl...
...und ich hab keine geraucht!
Aber wie ich die letzten Tage geschafft hab, ohne zur Zigarette zu greifen, weiß ich echt nicht. Offensichtlich ist in mir schon ein neuer Mechanismus am Werk, der mich rauchfrei bleiben lässt - den ich aber noch nicht gut kenne. Anders als die ersten Wochen, macht es mich jetzt auch nicht stolz, das ich nicht geraucht habe. Mein Partner (der seit 17 Jahren nicht mehr raucht) sagt mir jeden Tag, das er stolz auf mich ist - das freut mich auch sehr, aber ich fühle es so halt nicht. Es ist eher eine Art von Dankbarkeit, das es auch ohne Zigaretten geht - und ich hoffe sehr, das sich diese Erfahrung positiv in meinem Programm speichert.
Die letzten 10 davon waren leider sehr hart - eine echte Prüfung. Nachdem der Start so einfach war und sich die ersten 40 Tage kaum mal Schmacht gemeldet hat, hab ich mich schon etwas in Sicherheit gefühlt. Falsch gedacht

Es hat sich auch so angeschlichen - aus den seltenen Momenten, wo ich gern geraucht hätte, sind innerhalb weniger Tage viele lange Momente geworden und ich hab den Gedanken an Zigaretten kaum noch aus meinem Kopf bekommen. Das Problem ist, das die negativen Auswirkungen des Rauchens jetzt schon zu immer ferneren abstrakten Erinnerungen werden. Und wenn dann auch noch Frust dazukommt fühlt es sich einfach so an, als würde eine Zigarette alles leichter machen.
Ich glaube, das hat früher (im Raucher-Leben) auch tatsächlich funktioniert, sich mit dem Rauch die Probleme zu vernebeln. Aber ich weiß, das das jetzt nicht mehr ginge, und einem Teil von mir tut das leid, das ich nicht mehr zurück kann. Ich weiß - das ist total bescheuert, aber so ist es halt.
Dann kam vor 2 Tagen noch eine echte Stress-Situation dazu. Als ich Morgens als erster ins Lokal kam, in dem ich arbeite, musste ich feststellen, das Nachts eingebrochen worden ist - Schock. Kästen aufgebrochen, alles ausgeräumt - zum Glück kein großer finanzieller Schaden, aber Vandalismus und es ist ein seltsames ungutes Gefühl...
...und ich hab keine geraucht!
Aber wie ich die letzten Tage geschafft hab, ohne zur Zigarette zu greifen, weiß ich echt nicht. Offensichtlich ist in mir schon ein neuer Mechanismus am Werk, der mich rauchfrei bleiben lässt - den ich aber noch nicht gut kenne. Anders als die ersten Wochen, macht es mich jetzt auch nicht stolz, das ich nicht geraucht habe. Mein Partner (der seit 17 Jahren nicht mehr raucht) sagt mir jeden Tag, das er stolz auf mich ist - das freut mich auch sehr, aber ich fühle es so halt nicht. Es ist eher eine Art von Dankbarkeit, das es auch ohne Zigaretten geht - und ich hoffe sehr, das sich diese Erfahrung positiv in meinem Programm speichert.
Kommentare 5
Kommentare
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Genau das sind die Stolpersteine die einen nach erfolgreichen
"Umschiffen" stärker werden lassen.
Du bist auf dem absolut richtigen Weg , lass dieses Schmachtgefühl einfach zu (nicht falsch verstehen ,bitte nicht rauchen)
hör auf zu kämpfen und dann ...
lass es los.
Du hast jetzt soviel erlebt , bei deiner Arbeit und unter extremen Stress und hast eben nicht geraucht.
Das ist doch toll .
Dankbarkeit ist immer ein richtiges Gefühl.
Wünsche dir noch ewig viele rauchfreie Tage und glaube mir.
Es wird immer immer besser.
Ehrlich wahr , ich weiß nicht wann ich das letzte mal Schmacht hatte
Veröffentlicht: 25.04.2011 um 13:10 von lilifee
Aktualisiert: 25.04.2011 um 13:15 von lilifee -
Veröffentlicht: 26.04.2011 um 15:05 von lilifee
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Veröffentlicht: 30.04.2011 um 18:46 von gottfried ritter
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Tag 61: Seit dem letzten Eintrag geht es mir wieder super. Kaum ein Gedanke an Zigaretten, kaum Schmacht.
Alleine hier zu schreiben, wies mir ging, hat extrem geholfen. Und, obwohl ich weiß, das es nicht immer leicht sein wird, hab ich das Gefühl, eine große Hürde geschafft zu haben und fühle mich jetzt sicherer (bleibe aber wachsam!!!).
@lilifee: danke für deine lieben worte und dein interesseVeröffentlicht: 03.05.2011 um 07:56 von kunstkoerper
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Veröffentlicht: 02.06.2011 um 05:43 von kunstkoerper
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