Meine Raucherkrankheitsgeschichte
Hallo liebe NMR Mitstreiter.
Ich habe schon des öfteren in Raucher-Diskussionen auf meine Krankengeschichte, die ich auf meiner HP veröffentlicht habe, hingewiesen.
http://spanienshop.net/KrankenhausSpanien.html
Wenn Interesse besteht, kann ich sie so nach und nach auch hier nochmal veröffentlichen. Kommentare sind natürlich erwünscht.
Am Anfang mögen einige Äußerungen etwas merkwürdig klingen, aber wenn man unter Schmerzen und starken Medis schreibt, kann so etwas vorkommen.
Inhaltsvezeichnis:
1.Wie alles begann
http://www.rauchfrei-portal.de/forum/blogs/lloreter/29-hier-beginnt-alles.html
2. Erste Fortsetzung, Weg durch die Kliniken und der erfolglose Versuch, zur Behandlung nach Deutschland zu kommen
http://www.rauchfrei-portal.de/forum/blogs/lloreter/30-die-fortsetzung.html
Gesundheits/Krankheitsbereich
Fachlicher Bericht über die Krankheit: Buerger-Syndrom, wobei es sich um eine Raucherkrankheit handelt:
http://www.rauchfrei-portal.de/forum/blogs/lloreter/34-die-raucherkrankheit-buerger-syndrom-oder-auch-trombeangiitis-obliterante.html
Hier beginnt alles
Veröffentlicht: 27.02.2009 um 16:40 von Lloreter
Begonnen hat alles mit meiner Deutschlandtour nach meinem 3-wöchigen Urlaub. Mir welchem Elan man dann an die Arbeit geht, brauch ich wohl keinem zu erzählen. Aber gut, die ersten 3 Entladestellen noch in Ordnung, bei der 4. musste ich dann zwecks Einhaltung meiner Termine 13 Colli von je 50 Kg bei so einem stinkend faulen Gallier Kunden von Hand abladen. Ergebnis: Rücken und Gelenkschmerzen. Bereits am nächsten Morgen auch schon Verfärbungen an Fingern und Zehen zu sehen. Habe das ganze als erstes durch Überanstrengung und Schwitzen als Grippe abgetan und mich dementsprechend behandelt. Als am Freitag gar nichts mehr ging, habe ich mir in Kaiserslautern einen Allgemeinmediziner gesucht, der natürlich meine Internationale Versichrungskarte nicht aktzeptiert hat, obwohl er hätte müssen. Aber da er eh nichts machen konnte, hat er dann auch nichts kassiert, mit nur schnellstmöglich einen Krankenhausbesuch angeraten. So bin ich bis Neuenburg gefahren, da ich dort einige Leute kenne. Habe meine Firma informiert, das im Samstag Morgen dort zum Notdienst gehe und dann das Wochenende wegen dem Ferienfahrverbot dort verbringe. Firma wollte wegen der geladenen Terminware auch gleich einen 2. Fahrer hochschicken, der aber auch nicht ehr auf unseremLager hätte sein können. So habe ich der Firma zugesagt, das ich Montag Mittag auf dem Platz bin und dann gleich zum Arzt fahre. Nach dreimaler Nachfrage Firmenseits, ob ich das gesundheitlich auch schaffe, hat man mir die Genehmigung erteilt. Wollte schliesslich bei meiner Frau sein und habe bis dahin auch noch viel vom spanischen Gesundheitswesen gehalten. Samstag also erst ins Krankenhaus nach Müllheim, von wo man mich nach kurzer Begutachtung sofort ans Herz-und Gefässzentrum in Bad Krotzingen überwiesen hat. Nach 10-Minütiger Untersuchung stand für den Arzt meine Einweisung fest. Es hat mich viel Zeit und Überredungskunst gekostet, von der Einweisung abzusehen . Aber nur unter der Bedingung, das ich mich Montag in Spanien direkt ins Krankenhaus begebe. War mein grösster Fehler. Also gut,Sonntag abend los, Montag Mittag direkt zum CAP, welches, wie schon an anderer Stelle erklärt, die erste Anlaufstelle für in Spanien Sozialversicherte bzw. Leute mit Auslandkrankenschein ist. Nach zweistündiger Wartezeit endlich dran, aber keiner von den arroganten Weisskitteln wollte etwas von den Möglichen Spezialdiagnosen der Herzspezialisten von Krotzingen hören. Nach 2 weiteren Stunden kam man schliesslich zu dem Schluss, man kann es hier nicht behandeln, ich müsste zur Uniklinik von Girona. Es war ja auch erst 17:30H. 18:30 H Ankunft in Girona. Ohne Wartezeit zur Untersuchung welche bis 21:30h dauerte. Ergebnis: Man weise mich nicht in Girona ein, sondern in Blanes, weil es Näher an zu Hause ist. Um 23:30 Ankunft Blanes. Wieder 2-Stündige Untersuchung mit dem Ergebnis der Einweisung, aber heute kein Bett mehr frei. Nach Hause fahren und morgen wiederkommen. Morgens neuerliche Untersuchung bis Mittag und dann einen Überweisungsschein ----Ihr werdets nicht erraten----- für die Klinik in Girona in der Tasche. Also wieder ab nach Girona, einweisen lassen und...... warten, warten warten. In der ersten Woche wurden täglich Untersuchungen durchgeführt, die sehr zum Wohle der Klinikkasse führten, aber zu keiner Versbesserung meines Befindens. Man war nicht einmal fähig, mir in einem "sogenannten" Universitätsholspital wirksame Schmerzmittel zu verabreichen, oder mir ein Schlafmittel zu geben, das mich mehr als 2 Stunden pro Nacht durchschlafen lässt. Da man prinzipiell ja auch nicht auf die von einem Fachartzt stammende aber vom Patienten vorgebrachte, mögliche Diagnose hin untersucht hat, hat man gar nichts Ursächliches gefunden. Also waren es die Zigaretten schuld, die sinds ja immer. Es ist sehr schwer gefallen, aber aufgrund von Amputationsdrohungen habe ich das Rauchen volle drei Tage komplett eingestellt, mit dem Ergebnis, das mir die Ärtztin jeden morgen nach Blutdruckmesung mit intergrierter Messung des Fingerspitzenpulses. Und jedes Mal die Behauptung: Du rauchst noch, sonst wäre das vom ersten Tag an feststellbar. Also habe ich mir gedacht, es ist genug, wenn mich die Schmerzen quälen, gegen die man einfach nichts vernünftiges unternommen hat, und habe weitergeraucht. (Bitte keine Kommentare, ich weiss, es ist Scheisse).
Aber, oh Wunder, seit dem vierten Tag viel die Diagnose auf einmal besser aus.
Also hat man in der ersten Woche nicht anderes getan, als mich vom Patienten mit einem Leiden zu einem *******Totkranken******* zu machen. In der zweiten Woche war man dann doch schon mal soweit, mir zwei mal täglich einen Tropf mit Venen und Adernerweiternden Mitteln zu verabreichen, aber Giftbombem mit Nachwirkungen, wie ich sie nur vom Hörensagen aus der Chemotherapie kenne. Nach Ablauf der Woche Entlassung zur weiteren Giftbehandlung, allerdings ambulant, ins Hospital in Blanes.Eine halbe Stunde nachdem ich dem einweisenden Chefinternisten meine Schmerzprobleme geschildert habe, war ich medikamentös bereits auf fast null Schmerzen eingestellt. Nur auch er wollte von der Diagnose des deutschen Gefässspezialisten, das es sich ziemlich sicher um ein Wirbelsäulenleiden handelt, das durch Belastung der feinen Nerven welche für die Durchblutung der Kleinstkörperteile zuständig sind, in den entsprechenden, und immer gleichen Adern sogenannte spasmische Verkrampfungen auslösen, welche zum Verschluss dieser Adern sorgen. Das fängt an bei Taubheitsgefühlen in den Gliedmassen bis zum langsamen Absterben des Gewebes. Aber da unser Körper ja sein bester Arzt ist, stirbt in diesem bestimmten Fall der Finger von aussen her ab, beginnt also bei den oberen Hautschichten. (Soweit war ich auch schon)
Und das die Gelenkprobleme ebenfalls durch Nervenquetschungen in der Wirbelsäule war mir schon durch vorherige CT-Diagnosen in Deutschland bekannt. Aber auch hieran wird nichts behandelt, ausser das ich mittlerweile unter Schmerzmitteln lebe, die es es schaffen, mich so halbwegs schmerzfrei zu halten. Und nun versucht man, die ganze Sache ambulant und rein medikametös in den Griff zu bekommen. Mehr Infusionen dürfen auch nicht verabreicht werden, da diese die Blutgefässe von innen heraus zerstören. Hat man mir dann doch schon nach Ablauf der Behandlung erklärt. Also wenn ich es nicht schaffe, eine Überweisung an eine deutsche Spezialklinik zu erhalten, egal ob legal oder illegal, bin ich hier in Kürze Invalide. Die typische Zweiklassenmedizin, über die in Deutschland oft und gerne geschimpft wird, hier ist sie noch in vollem Umfange Existent.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.
Aber, oh Wunder, seit dem vierten Tag viel die Diagnose auf einmal besser aus.
Also hat man in der ersten Woche nicht anderes getan, als mich vom Patienten mit einem Leiden zu einem *******Totkranken******* zu machen. In der zweiten Woche war man dann doch schon mal soweit, mir zwei mal täglich einen Tropf mit Venen und Adernerweiternden Mitteln zu verabreichen, aber Giftbombem mit Nachwirkungen, wie ich sie nur vom Hörensagen aus der Chemotherapie kenne. Nach Ablauf der Woche Entlassung zur weiteren Giftbehandlung, allerdings ambulant, ins Hospital in Blanes.Eine halbe Stunde nachdem ich dem einweisenden Chefinternisten meine Schmerzprobleme geschildert habe, war ich medikamentös bereits auf fast null Schmerzen eingestellt. Nur auch er wollte von der Diagnose des deutschen Gefässspezialisten, das es sich ziemlich sicher um ein Wirbelsäulenleiden handelt, das durch Belastung der feinen Nerven welche für die Durchblutung der Kleinstkörperteile zuständig sind, in den entsprechenden, und immer gleichen Adern sogenannte spasmische Verkrampfungen auslösen, welche zum Verschluss dieser Adern sorgen. Das fängt an bei Taubheitsgefühlen in den Gliedmassen bis zum langsamen Absterben des Gewebes. Aber da unser Körper ja sein bester Arzt ist, stirbt in diesem bestimmten Fall der Finger von aussen her ab, beginnt also bei den oberen Hautschichten. (Soweit war ich auch schon)
Und das die Gelenkprobleme ebenfalls durch Nervenquetschungen in der Wirbelsäule war mir schon durch vorherige CT-Diagnosen in Deutschland bekannt. Aber auch hieran wird nichts behandelt, ausser das ich mittlerweile unter Schmerzmitteln lebe, die es es schaffen, mich so halbwegs schmerzfrei zu halten. Und nun versucht man, die ganze Sache ambulant und rein medikametös in den Griff zu bekommen. Mehr Infusionen dürfen auch nicht verabreicht werden, da diese die Blutgefässe von innen heraus zerstören. Hat man mir dann doch schon nach Ablauf der Behandlung erklärt. Also wenn ich es nicht schaffe, eine Überweisung an eine deutsche Spezialklinik zu erhalten, egal ob legal oder illegal, bin ich hier in Kürze Invalide. Die typische Zweiklassenmedizin, über die in Deutschland oft und gerne geschimpft wird, hier ist sie noch in vollem Umfange Existent.
Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.
Kommentare 0
Kommentare
Trackbacks 0









