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Meine persönliche "Falle", was kommt jetzt?

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Veröffentlicht: 20.10.2011 um 11:11 von Maves

Ich schreibe jetzt mal auf, welche Gedanken mir in den letzten Tagen kamen.
Vielleicht hilft es ja anderen auch, falls sie sich mal mit ähnlichen Problemen oder Zweifeln herum schlagen:

Ich habe mich gefragt, was in mir vorging, als ich wieder mit dem Rauchen begann.
Angefangen hat es damit, dass ich sehr unglücklich über meine heftige Gewichtszunahme war.
Anfang Dezember 2009 war mein Ausgangsgewicht, bei einer Größe von 1,56 cm,
48 kg. Das war seinerzeit eindeutig zu wenig, ich sah ziemlich „verhungert“ aus. Also hatte ich kein Problem damit, als ich nach einigen Monaten 6 kg zulegte, das war ok.
Ich „belohnte“ mich nach ein paar Wochen auch nicht mehr mit Süßigkeiten und anderen Leckereien, die zu Hüftgold ansetzen, weil ich dafür, auch als ich noch rauchte, nie so zu haben war.
Ich war der Meinung, dass es nun zu einem Stopp bei der Gewichtszunahme kommen würde. Haha, so war es leider nicht.
Kontinuierlich nahm ich weiter zu, also verzichtete ich auch auf Pizza, Pasta usw.,
stellte meine Ernährung um. Das Resultat war, dass ich letztendlich wie ein kleiner Posaunenengel aussah, meine Kleidung sich meinem Körper verweigerte und ich anfing, mir neue, größere Kleidungsstücke zu kaufen.
Ich fühlte mich, also ob jemand mit einer unsichtbaren Fettpumpe neben mir stehen würde, um meine Fettdepots heimlich zu erweitern.
Ich wurde sehr unglücklich. Langsam aber sicher wurde es auch schwierig mit der
neuen Kleidung, die wollte auch nichts mehr mit mir zu tun haben, ich hätte heulen können. Trotzdem gab ich die Hoffnung nicht auf wieder abzunehmen und griff nicht zu Zigaretten. Sagte mir oft:"Lieber ein Dickerchen und gesund, als schlank und krank". -->Es kam nicht in meinem Kopf an, ich verstand das nicht wirklich.
Ein Jahr war vergangen, ich konnte anderen beim Qualmen zusehen, es machte mir nichts mehr aus, ich war weg von dem Gedanken mir „ein Giftstäbchen“ anzünden zu müssen.
Mittlerweile im Frühjahr 2011, dann die ersten tollen Sonnscheintage. Ran an den Schrank, T-Shirt usw. rausgeholt, anziehen. NEIN, da waren schon wieder die kleinen fiesen Dinger im Schrank und hatten die Sachen enger genäht.

So beschloss ich, wenn ich wieder rauche, nehme ich auch wieder ab, wirklich seeehr intelligent von mir. Ich habe mich vor der ersten Zigarette regelrecht geekelt und den darauf folgenden auch. Ich schäme mich fast es zu zugeben, ich musste mich zum Rauchen überwinden, um nun, nach 4 Monaten wieder voll auf Sucht zu sein.
Jetzt passt mir meine „normale Kleidung“ wieder. Mir geht es psychisch und physisch schlecht, weil ich wirklich schändlich an mir und meiner Gesundheit gehandelt habe.
Ein sehr hoher Preis für „mein Normalgewicht“.

Maroe schrieb : „du weißt ja wie es geht“ -à ein Auszug aus ihrem Beitrag zu meiner Rückkehr. NEIN, wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht wieder hier im Forum mit einem „neuen Zähler“.

Ich werde nun „die Ärzte meines Vertrauens“ aufsuchen und mich mal gründlich untersuchen lassen. Mein letzter Arztbesuch dürfte ca. 10 Jahre her sein, bei bestimmten Fachärzten ist es noch länger her. (der Zahnarzt wurde regelmäßig von mir aufgesucht).

Leider habe ich es vorgezogen „zu jammern“ oder Stillschweigen zu bewahren, statt mir rechtzeitig Hilfe zu holen.

Ich war mir einfach nicht wichtig genug.
Kategorie: Kategorielos
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Kommentare 4

Kommentare

  1. Alter Kommentar
    Benutzerbild von SneakyPie
    Hallo Maves,

    genau in die Falle bin vor Jahren (da gab es bei mir noch keinen PC und wahrscheinlich wußte auch noch keiner was ein "www.rauchfrei-portal.de" ist) auch getappt, fast 10 kg und drei Kleidergrößen in sechs Monaten, das ging gar nicht! Also wurden die Nachteile des Rauchens schön weiter ignoriert, wieder gequalmt und der Kopf in den Sand gesteckt

    Ich bin mir sicher, dass Du aufgrund dieser Erfahrung jetzt einen anderen Weg einschlägst- der zur Ärztin Deines Vertrauens ist schonmal ein guter Anfang
    permalink
    Veröffentlicht: 20.10.2011 um 13:33 von SneakyPie SneakyPie ist offline
  2. Alter Kommentar
    Benutzerbild von Forentroll
    Zitat:
    "Lieber ein Dickerchen und gesund, als schlank und krank"
    diese Wahloption trügt - sie ist nur die halbe Wahrheit. Und wenn du eigentlich lieber die Option hättest: lieber schlank und gesund als schlank und krank, sähe die Welt anders aus. Sich selbst belügen kostet immer einen hohen Preis. Bauch statt Rauch ist nur für ganz wenige eine echte Alternative.
    permalink
    Veröffentlicht: 20.10.2011 um 20:32 von Forentroll Forentroll ist offline
  3. Alter Kommentar
    Benutzerbild von lilifee
    Ich habe auch reichlich zugelegt , lag aber an mir.
    Habe auf nichts verzichtet und ganz bewusst diese Zunahme in Kauf genommen um die erste Baustelle NMR auf ein tragbares Fundament zu bekommen.

    Als ich "gefestigt"war habe ich mir überlegt wie ich nun die Baustelle " Rund" in den griff bekomme.

    Ich bin zu den WW gegangen und habe dort gelernt ein gesundes Ernährungsprogramm ohne Verzicht umzusetzen.

    Ich habe nun wieder mein Idealgewicht erreicht, ohne zu rauchen , bin nun mittlerweile im Goldprogramm d.h. ohne Kosten kann ich die Treffen besuchen, was ich auch mache.
    Man hat sogar schon gefragt ob ich nicht auch Coach werden möchte.

    Das war für mich der richtige Weg.

    Ich hoffe das du deinen Weg findest, der Anfang ist mit deinen grünen Tagen ja wieder gemacht.

    Schreib weiter deinen Blog , damit kannst du ggf. Verhaltensmuster erkennen.

    Mir hilft das Schreiben sehr da ich dann schon meist über einen Lösungsweg nachdenke der sich beim schreiben "entwickelt".

    Wie auch immer, schön das Du wieder bei uns bist
    permalink
    Veröffentlicht: 21.10.2011 um 11:19 von lilifee lilifee ist offline
  4. Alter Kommentar
    Benutzerbild von Forentroll
    was mich wundert: die direkte Reaktion auf Nikotinzuführung.

    Du könntest dann aktiv was ändern, falls du futterst, anstelle zu rauchen. Ersatzbefriedigung.
    Fressen (mehr desselben) statt "neu lernen" und Entwicklung.
    Hier gäbe es echten Handlungsbedarf- und Möglichkeiten.

    So wie du es beschreibst, habe ich jedoch den Verdacht, dass es sich bei Dir um eine Stoffwechselreaktion jenseits Deines Verhaltens handelt. Das entzieht sich dann Deiner aktiven Handlungskontrolle.
    Es kommt vor, dass Schilddrüsenprobleme durch Nikotinzufuhr unterdrückt werden - und dann ausbrechen, wenn du mit der Zufuhr aufhörst.

    Wäre dann ein Fall für den fähigen Endokrinologen, denke ich.
    permalink
    Veröffentlicht: 23.10.2011 um 11:36 von Forentroll Forentroll ist offline
 
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