Salut zusammen

Spannendes Thema
NLP hat imho viele Nuancen -
da gäbe es die "tschakkaaaaa"-krakeelenden Motivationsmonster,
zweifelhafte Allmachtsversprechungen (lies es und du kannst es, "grenzenlose" Möglichkeiten auf Fingerschnippen)
Manipulationswerkzeug (Scientology, Manipulation mit NLP, Flirten mit NLP etc.pp),
aber eben auch Mittel für elegante Veränderungsmöglichkeiten - für sich und andere.
Es wird sicher dem NLP nicht wirklich gerecht, wenn man es nur als "Werkzeugkiste" beschreibt - aber für den Anfang tuts die Metapher.
NLP entstand im Prinzip dadurch, dass man mal geschaut hat, warum Therapieformen der unterschiedlichsten Art Wirkung zeigen.. oder versagen. Unabhängig von ihrer jeweiligen "Theorie".
Über diesen Ansatz fand man einige grundlegende Vorgehensweisen aus den verschiedensten Strömungen, die man (ohne die Scheuklappenbildung irgendwelcher Theorien) als rein pragmatische Prozesse verfeinerte bzw. daraus neue "Werkzeuge" entwickelte.. und entwickelt.
NLP ist nicht "fertig", sondern verändert sich täglich. Voraussetzung dafür ist Offenheit für Verfahren aller Art und kritische Beobachtung der Veränderungsprozesse. Und wer will, entdeckt an allen Ecken Skinner, Pawlow, Freud, M.Erickson, Hellinger, de Shazer und viele andere - nebst aktuellen Ergebnissen aus den Neurowissenschaften.
Nun macht ein "Werkzeug" allein noch gar nichts - es will, um seine beste Wirkung zu zeigen, auch angemessen geführt werden. Nur, weil man jemandem ein Skalpell in die Hand drückt, wird derjenige höchstwahrscheinlich nicht automatisch zu einem Chirurgen, dem ich nun mal eben meinen Blinddarm anvertraue.

Und dieser Aspekt wird gerne verschwiegen -
so mächtig die Werkzeuge sind: um ihre optimale Wirkung zu vollbringen, sollten sie auch fachmännisch bedient werden (zum Glück richtet eine mißglückte Intervention im Regelfall kaum Schaden an - im Gegensatz zum Skalpell- metzelnden Mitbürger; es ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, dass sich Sekten wie Scientology ganz ähnlicher Methoden bedienen und sich an jeder Entwicklung aus dem NLP höchst interessiert zeigen).
Gerade wegen der scheuklappenbefreiten Methodenvielfalt halte ich das "NLP" durchaus für einen sinnvollen Weg,
frei zu sein vom Zwang zu rauchen;
Es erlaubt Hebel der verschiedensten Art, z.B.
Kurzfristige Überlappung des Mangelgefühls durch angenehme Empfindungen (mit schönem Gruß an das dopaminerge Belohnungssystem),
mittel- und langfristige Sicherstellung des alten Nutzens des Rauchens (ja, sowas hat es.. sonst wäre es nicht so lästig, auch mittelfristig die Hände vom Nikotin zu lassen *g*) durch Neulernen eingefahrener Assoziationen, Neubewertung alter Gefühle, Änderung unbewusster Glaubenssätze bis hin zur Veränderung der spezifischen Identität "Raucher" (ein heisses Thema, denke ich - "Raucher" kann zu einem Identitätsmerkmal werden; wenn man DANN aufhört, wird man bestenfalls ein "nichtrauchender Raucher" - und sowas endet normalerweise im Kampf, mit all den hässlichen Nebenwirkungen).
Und wer weiss - vielleicht nehmen die NLPler auch irgendwann die energetische Psychotherapie mit ins Boot... und die Klopftechniken.
Dort, wo sie Sinn machen.