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Vor dem Start Du willst bald mit dem Rauchen aufhören und suchst Gleichgesinnte? Dann bist Du hier richtig! Vorbereitung und das Auseinandersetzen mit der Sucht sind wichtig, damit der Plan gelingt. Hier kannst Du Dich mit Gleichgesinnten austauschen und Dir wertvolle Tipps holen!

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Alt 20.02.2009, 19:04   #1 (permalink)
Uwe
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Standard Braucht wer Motivation?

Hallo zusammen!

Wenn ich so din mein Umfeld schaue bin ich oft erschüttert darüber, wie schwer es vielen fällt, das Rauchen aufzugeben, wie sie kämpfen und leiden und jammern und klagen - und leider oft genug schwach werden. Dabei spielt sich der ganze Kampf nur im Kopf ab...

Dabei stelle ich mir die Frage: Was hat es mir so leicht gemacht? Zum einen die Angst vor Krankheit und Tod. Mit 45 denkt man nach 30 Jahren Rauchen immer öfter an die Folgen. Und als ehemaliger Krankenpfleger weiß ich nur zu genau, wie sie aussehen und sich anfühlen...

Zum anderen war da mein kleiner Sohn, für den ich gesund bleiben möchte. Auch das ein starker Grund! Mein Sohn soll später nicht sagen müssen, dass sein Papa sich totgequalmt hat!

Und letztlich ging es mir denkbar schlecht. Beruflich lief nichts mehr zusammen, alles brach auseinander, was ich in Jahren aufgebaut hatte. Meine Familie litt darunter und ich ebenso. Ich saß nachts bis 5 Uhr und länger am PC, starrte auf den Monitor und kapselte mich völlig ab. Um mich herum fand das Leben statt, aber nicht mehr mit mir. Das ging fast 2 Jahre so bzw. wurde immer schlimmer.

Eines Tages dann, als ich auf dem Tiefpunkt angelangt war, wusste ich, dass ich mein Leben massiv ändern muss, sonst könnte ich mir auch gleich einen Strick nehmen, was ich aber nie tun würde...

Ich hörte also auf zu Rauchen. Von jetzt auf Gleich, ohne Kompromisse, ohne Hilfsmittel, ohne Hintertüren. Ich warf meine Pfeifen weg, die Aschenbecher, alles was mit dem Rauchen zu tun hat. Und ich entdeckte dieses großartige Forum hier mit all seinen lieben und hilfsbereiten Menschen.

Nun das war der erste Schritt. Danach folgten weitere: Ich ließ mich gründlich untersuchen, begann langsam wieder Sport zu machen, stellte die Ernährung um, machte wieder mehr draußen und mit meiner Familie. Dann merkte ich, dass es auch beruflich irgendwie wieder besser lief. Ist man gut gelaunt und motiviert, dann fällt einem vieles eben auch leichter... Und als vorläufig letztes kam dann der Umzug nach Teneriffa. Das war dann so der vorläufig krönende Abschluss

In all der Zeit ging es mir nie schlecht, habe ich nie wirklich gekämpft oder gelitten. Warum? Weil ich es nicht zugelassen habe. Der Kampf findet im Kopf statt. Wenn ich aber selbst von einem Kampf spreche, dann gestehe ich der Sucht mehr Raum zu als ihr zusteht. Deshalb habe ich es konsequent abgelehnt zu leiden. Wenn der Schmacht kam habe ich tief durchgeatmet, dreimal scheiße gesagt und mich abgelenkt. Fertig. Nicht mehr und nicht weniger. Ich bin nicht rumgerannt und hab nervös an Kugelschreibern gekaut. Ich hab das einfach nicht an mich rangelassen. Ich habe mir immer wieder gesagt, dass ich Herr meines Kopfes bin, dass ich nicht leide und es mir nicht schwer fällt, dass ich stärker bin als jede Sucht.

Es hat geklappt wie man sieht. Ich habe nichts besonderes getan. Aber eines doch: Ich habe der Schwäche keinen Raum gelassen. Ich bin stark gewesen und habe nicht gelitten oder ein Leiden zugelassen. Wenn man selbst sagt, dass man leidet, macht man es sich schwer. Und wer will schon leiden?

Irgendwo habe ich mal gelesen "Wenn man das Gefühl hat etwas wertvolles aufzugeben, dann wird man es nicht schaffen Nichtraucher zu werden. Denn dauerhaft will niemand auf etwas Liebgewonnenes verzichten".

Ebenso ist es aber auch mit dem Kampf! Je mehr Raum man dem Kampf gibt, je mehr man sich in ein Leiden steigert und es zulässt, je weniger man stark sein kann sondern sich von Tag zu Tag schleppt, desto schlechter sind die Chancen es zu schaffen. Denn eigentlich sollte jeder neue Tag die Sache leichter und schöner machen!

Worte können schlecht motivieren, schon gar nicht wenn es so unpersönlich geschieht wie hier. Aber vielleicht können sie euch auf einen anderen Gedanken bringen:

Ihr selbst bestimmt, wie sehr ihr leidet oder euch freut!

Hört sich an wie ein platter Spruch aus der Werbung? Ist es aber nicht. Ich habe auf diese Weise aufgehört ohne den Kippen auch nur eine einzige Träne nachzuweinen.

Ich drücke euch die Daumen, wünsche euch Kraft und Motivation. Ihr leidet nicht, ihr befreit euch!

Liebe Grüße
Uwe
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Alt 27.02.2009, 16:26   #2 (permalink)
Der Spananier
 
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Hola Uwe,

da warst du ja auch schon ganz schön weit unten. Und dann an den eigenen Haaren wieder herausgezogen !!!!!!! Hut ab.

Uwe
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Alt 27.02.2009, 16:36   #3 (permalink)
Uwe
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Naja, das Leben war und ist kein Ponyhof für mich Ist aber auch völlig ok so. Ich denke, wem es immer nur gut geht, verliert schnell den Blick für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens...

LG Uwe
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Alt 27.02.2009, 18:08   #4 (permalink)
Der Spananier
 
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Das hast du jetzt aber schön gesagt, rechtgebe
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Alt 10.07.2009, 11:44   #5 (permalink)
Naomi
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Hallo Uwe!
Vielen,vielen Dank für diesen Beitrag!
Du glaubst ja gar nicht,wie du mir damit geholfen hast----danke--

Dadurch bin ich in meiner Vorbereitung einen Schritt weiter.
Nämlich den Letzten vorm Start.

Ich werde deine Sätze einwirken lassen und dann......

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Alt 10.07.2009, 21:19   #6 (permalink)
Mopsgöttin
 
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Hallo Uwe,

danke für Deinen tollen Beitrag, der wirklich so treffend ist. Ich kann mich in vielen Punkten wieder finden......

Auch ich, kurz vor mitte 40, Krankenschwester, einen guten Freund durch Lungenkrebs verloren, meinen eigen Vater dieses Jahr mit 66 durch Lungenkrebs verloren. Ich habe leibhaftig vor Augen gehabt, was das Rauchen anrichtet und merke es selber an eigenem Leibe. Die Eerkrankung meines Vaters brachte auch letztendlich das Faß zum überlaufen, so daß ich mit dem rauchen aufhörte. Der Tod meines Vaters und vor allem das langsame und zum Schluß elendige dahin sichern (hab schon wieder Tränen in den Augen) brachte es zum Punkt, daß ich wieder anfing, wie schizophren ist das????????? Zwar rauchte ich niemals mehr so viel wie vorher, und auch nicht mehr in der Wohnung, aber trotzdem... Ich war und bin nicht mehr frei. Ich habe mich wieder zum Sklaven dieses elendigen Nikotinteufels gemacht.
Zudem bin ich auch seit 35 Jahren Diabetikerin, wo rauchen noch zusätzlich schlimm ist. Aber nichts und niemals hielt mich davon ab. Bis auf meine 9monatige Nichtraucherzeit.

Aber ich gebe nicht auf. Wir haben zwar keine Kinder, zumindest keine zweibeinigen,grins, das wurde mir aus gesundheitlichen Gründen (mit 31 J. Totaloperation) verwehrt, aber wir haben unsere Tiere, die wir sehr lieben. Ich habe meine Mutter, einen lieben Mann,.... für sie alle trage ich Verantwortung, und ich trage Verantwortung für mein eigenes Leben. Und deswegen will ich wieder rauchfrei sein. Ich will kein Sklave mehr sein. Und ich werde es schaffen. Hier sind so viele liebe Menschen, wie ich sie in einem Forum bisher kaum angetroffen habe, und auch mit Eurer Unterstützung werde ich es schaffen.

Ähm... sollte mein Beitrag, der irgendwie ein wenig ausgeschweift ist, hier nicht richtig sein, löscht ihn oder verschiebt ihn, aber ich war durch Uwes Beitrag dazu angehalten, mir all dies von der Seele zu schreiben.

Ihr großartigen und lieben Menschen, seid alle recht herzlich gegrüßt
Doris, die auch bald "grün" ist
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Alt 10.07.2009, 22:15   #7 (permalink)
Der Spananier
 
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Hallo Doris,

bei sovielen "ich will" bin ich mir sicher, das du es auch schaffst. Gerade auch im Hinblick auf Krankheiten, mit denen du konfrontiert wurdest.
Und auch die Sklaverei muss ein Ende haben.
Ich selber mußte auch aus Krankheitsgründen mit dem Rauchen aufhören, bin durch die scheiss Qualmerei jetzt mit ganzen 47 Jahren schon 100%iger Rentner.
Auch wenn ich früher immer gesagt habe, wie so viele andere auch, ich werde nicht krank davon, mir passiert sowas nicht. Nu habe ich den Schlamassel.

LG
Uwe
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Alt 11.07.2009, 20:06   #8 (permalink)
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Zitat:
Zitat von doris Beitrag anzeigen
Hallo Uwe,

danke für Deinen tollen Beitrag, der wirklich so treffend ist. Ich kann mich in vielen Punkten wieder finden......

Auch ich, kurz vor mitte 40, Krankenschwester, einen guten Freund durch Lungenkrebs verloren, meinen eigen Vater dieses Jahr mit 66 durch Lungenkrebs verloren. Ich habe leibhaftig vor Augen gehabt, was das Rauchen anrichtet und merke es selber an eigenem Leibe. Die Eerkrankung meines Vaters brachte auch letztendlich das Faß zum überlaufen, so daß ich mit dem rauchen aufhörte. Der Tod meines Vaters und vor allem das langsame und zum Schluß elendige dahin sichern (hab schon wieder Tränen in den Augen) brachte es zum Punkt, daß ich wieder anfing, wie schizophren ist das????????? Zwar rauchte ich niemals mehr so viel wie vorher, und auch nicht mehr in der Wohnung, aber trotzdem... Ich war und bin nicht mehr frei. Ich habe mich wieder zum Sklaven dieses elendigen Nikotinteufels gemacht.
Zudem bin ich auch seit 35 Jahren Diabetikerin, wo rauchen noch zusätzlich schlimm ist. Aber nichts und niemals hielt mich davon ab. Bis auf meine 9monatige Nichtraucherzeit.

Aber ich gebe nicht auf. Wir haben zwar keine Kinder, zumindest keine zweibeinigen,grins, das wurde mir aus gesundheitlichen Gründen (mit 31 J. Totaloperation) verwehrt, aber wir haben unsere Tiere, die wir sehr lieben. Ich habe meine Mutter, einen lieben Mann,.... für sie alle trage ich Verantwortung, und ich trage Verantwortung für mein eigenes Leben. Und deswegen will ich wieder rauchfrei sein. Ich will kein Sklave mehr sein. Und ich werde es schaffen. Hier sind so viele liebe Menschen, wie ich sie in einem Forum bisher kaum angetroffen habe, und auch mit Eurer Unterstützung werde ich es schaffen.

Ähm... sollte mein Beitrag, der irgendwie ein wenig ausgeschweift ist, hier nicht richtig sein, löscht ihn oder verschiebt ihn, aber ich war durch Uwes Beitrag dazu angehalten, mir all dies von der Seele zu schreiben.

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Doris, die auch bald "grün" ist


Liebe Doris,

dein Beitrag hat mich bewegt.Danke für deine Offenheit uns gegenüber......

Doris, es gibt keinen " hoffnungslosen Fall " !!!!

Ich muss auch immer kämpfen um mir das vor Augen zu führen, aber ich weiss einfach dass ich es eines Tages auch packen werde.....

Elendig viele gescheiterte Versuche habe ich nun auch schon hinter mir....
Also, du siehst.Du bist nicht allein !!!!

Du hast viel mitgemacht und dein Rückfall durch die schreckliche Situation deines Vaters ist in keinem Fall " schizophren " sondern nur die immer noch an dir nagende Sucht !!!!!

Liebe Doris, genauso sicher wie bei mir, bin ich mir bei dir !

Wie Uwe schon gut gesagt hat kann bei soviel ich will nichts mehr schief gehen....

Ich für meinen Teil, glaube an dich !!!!
Tu du es bitte auch !!!!


Ich drück dich mal...........
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LIEBEN GRUSS
DIE KIRI


Wenn du es träumen kannst, dann kannst du es auch tun. Walt Disney
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Alt 12.07.2009, 09:02   #9 (permalink)
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Lieber Uwe,
habe heute erst gelesen, was du im Februar geschrieben hast.
Auch ich bin immer noch am kämpfen aber deine Worte:


Der Kampf findet im Kopf statt. Wenn ich aber selbst von einem Kampf spreche, dann gestehe ich der Sucht mehr Raum zu als ihr zusteht. Deshalb habe ich es konsequent abgelehnt zu leiden. Wenn der Schmacht kam habe ich tief durchgeatmet, dreimal scheiße gesagt und mich abgelenkt. Fertig. Nicht mehr und nicht weniger.


Durch deine Worte sehe ich es aus einer ganz anderen Perspektive.
Ich werde der Sucht auch nicht mehr diese Aufmerksamkeit geben und werde es ablehnen zu leiden.Lieber dreimal Sch....... und ablenken.

Ich glaube, du hast mir sehr geholfen mit deinen Ausführungen. Genau so werde ich es versuchen in Zukunft anzugehen.

Ich danke dir lieber Uwe. LG Bea
__________________
Was vorbei ist, kann man nicht mehr verbessern.
Lass es los!
Beatine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.07.2009, 12:23   #10 (permalink)
Uwe
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Hallo Bea,

weißt Du wie ich zu diesem Satz kam? Aus Angst. Ich hatte jahrelang eine panische Angst vor dem Zahnarzt. Irgendwann musste sich das ja rächen und die Besuche wurden schlimmer, als sie eigentlich hätten sein müssen - ohne Angst.

Aber im Rahmen dieser Angst suggerierte ich mir oft ein: Du hast keine Zahnschmerzen, oder die Zahnschmerzen sind gar nicht so schlimm... und das half. Auch bei Kopfschmerzen. Es ist möglich, Kopfschmerzen, die man in der Stirn lokalisiert, "nach hinten" "wegzudenken". Autosuggestion hat auch sehr positive Effekte, wie zB. beim Rauchen. Ich sage mir ganz konsequent: Nein, ich rauche nicht. Das Rauchen interessiert mich gar nicht. Und wenn die Sucht mit Schmachtattacken kontert, dann schließe ich sie aus meinem Denken aus. Du kommst hier nicht rein! Basta!

Das klingt vielleicht alles banal, aber es ist äußerst wirkungsvoll. Es gibt zahllose Berichte von Fakiren, Leuten, die über glühende Kohlen laufen und sich irgendwelche Nadeln durch die Wangen stechen und was weiß ich noch alles... all dies beruht im wesentlichen auf mentalem Training und Autosuggestion.

Meine Angst vor dem Zahnarzt hatte also Jahre später doch noch einen guten Effekt, nämlich den, dass ich ganz instinktiv Autosuggestion erlernt und angewendet habe und mir das half, die Sucht zu besiegen.
__________________
Liebe Grüße
Uwe


Ans Ziel kommt nur, wer eines hat
(Martin Luther)
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