Huhu Manole
dieses Problem hatte ich am Anfang auch ganz oft.
Gerade hatte ich noch gedacht : och super....einige Tage hast Du schon rum und es ist gaaar nicht soooo schwer......
Und dann, wie aus heiterem Himmel, macht sich etwas in meinem Kopf wie selbstständig und meint rauchen zu müssen.
Ich habe innerlich Selbstgespräche mit mir geführt und mir auch immer wieder ganz klar gesagt : ich rauche nicht mehr!
Dieser Moment kann ein paar Minuten dauern und ist nicht wirklich leicht, aber er wird von Mal zu Mal leichter und Du hast den Punkt schon fast erreicht wo das passiert, es wäre zuuuu schade wenn Du jetzt aufgeben würdest
Ehrlich gesagt bin ich derart geschockt was Rauchen alles anrichtet/ anrichten kann......ich habe richtig Panik wieder zu rauchen, auch wenn ich manchmal noch denke das ich gerne eine rauchen würde.
Das sind die Rezeptoren die da oben nach Nikotin rufen, Dein Körper braucht und will gar keins.
Zum Glück wird Nikotin relativ schnell vom Körper abgebaut so das der Entzug bei Dir schon fast vorbei ist, die Kopfsache kannst Du dann auch vernünftiger angehen wenn der Körper nicht mehr schreit.
Ich sitze oft hier und denke das ich eine rauchen könnte, versuche dann zu analysieren warum ich jetzt eine rauchen will...und siehe da...nur weil ich es sonst aus Gewohnheit, Langeweile, Hände gerade frei, och ich könnte doch jetzt, damit ich nichts esse oder zu faul bin aufzustehen und was zu essen....
Da gibt es so viele Gründe warum man gerade eine rauchen könnte wenn man es eh sonst jahrelang getan hat.
Oft habe ich aber auch gemerkt wieviel Zeit ich verplempert habe durch die Raucherei.
Ich sitze vorm PC und will eigentlich was erledigen und denke : ach komm, eine noch rauchen...und aus einer werden zwei oder drei.
Die Zeit ist dahin, die Bude wieder vollgequalmt und irgendwie hab ich jetzt keine Lust mehr dies oder das zu tun.
Jetzt mache ich es anders:
Ich sitze vorm PC....und denke...pah...sonst hast Du geraucht....atme tief durch...stopfe mir meinen Strohhalm zwischen die Lippen, trinke einen Schluck Kaffee.....bin zwar angesäuert weil ich ja doch irgendwie ganz gerne eine rauchen würde......aber die 3 Minuten bringens nicht die ich quarze, nur um danach von vorne anfangen zu müssen...wieder die Tage des Entzuges....denn bei einer Zigarette würde es sicherlich nicht bleiben...wenn doch....na, die eine tuts auch nicht....darauf kann ich dann auch noch verzichten....
Ich fühle mich jetzt schon viel freier als früher.
Abgesehen von den gesundheitlichen Gründen, Kosten usw. ,
so habe ich das Gefühl das man sich auch ganz anders konzentriert und anders mit Dingen umgeht als wenn man raucht.
Mir war früher vieles nicht so wichtig weil mir wichtiger war wann und wo ich wieder rauchen kann.
Diese Gedanken fallen jetzt ganz weg und ich kann alles viel mehr genießen, denn ich kann mich darauf einlassen ohne von den Zigaretten abgelenkt zu werden...ohne Sucht die über mich bestimmt.
Ich weiß nicht ob es mir noch etwas anders ist wo ich bis zu 60 Zigaretten am Tag geraucht habe. Nicht nur mal nach dem Essen oder so, sondern meine Zigaretten haben mich überall hin begleitet....ich habe in allen Lebenslagen geraucht, aber auch nur weil es immer mehr wurde, die Sucht immer schlimmer, die Rezeptoren nur noch geschrien haben.
Es ist ja wirklich nicht damit getan das man sagt 2-3 Zigaretten am Tag...es werden immer mehr.....und dann hat es auch nichts mehr mit Genuss zu tun....