Hallo nici,
bevor ich hier in dieses Forum kam (und auch die ersten Tage) hab ich auch gedacht: Rauchen aufhören ist K(r)ampf! ... erfordert eiserne Disziplin! ... braucht all meine Kräfte! ... hau das Nikotin-Monster!! ...Tschacka!!! (oder wie man das auch immer schreibt).
Es stimmt wirklich nicht. Es macht's nur schwer. Und zunehmend schwieriger. Einen Kampf gegen sich selbst, also gegen einen absolut gleichstarken Gegner, kann man nicht gewinnen, irgendwann gibt man auf.
Ich weiß nicht, ob du Alan Carr gelesen hast. Ich fand die Feststellung "es gibt keinen Ersatz für das Nikotin" sehr richtig und einleuchtend. Hat mir auch sehr geholfen, allerdings erst, als ich selbst - mit dem Forum hier - dem noch etwas hinzugefügt habe: "kein Ersatz, aber eine Alternative". Im Kopf. Die Natur verabscheut nun mal das Vakuum. An die Stelle des Rauchens tritt etwas anderes oder auch mehrere andere Dinge, auch verschiedentlich sequentiell ... bei Naddl war es der dringende Wunsch bzw. das Gefühl der Freiheit, bei anderen ein Berg, der mit dem neuen Fahrrad "geschafft" wird, oder die Einsicht, dass die anstrengende, langwierige und teure Zahnbehandlung bei Fortsetzung des Rauchens sinnlos ist. Bei mir war es ... hmm, wie soll ich das sagen? Ich hab mir irgendwann immer wieder die Frage gestellt, wie kann ich mich selbst als halbwegs intelligent ansehen und gleichzeitig eins der dümmsten Dinge machen, die sich Menschen selbst und freiwillig antun können: mit offenen Augen und viel Geld die eigene Gesundheit ruinieren, und das auch noch völlig ohne Gegenleistung - von mitleidigen Blicken des Umfelds mal abgesehen. Alles was danach kam, war halt der Weg zum Ziel ... vorbereiten, loslaufen, Hilfe in Anspruch nehmen, Krücken weglassen, voller Stolz weiterlaufen. Jetzt bin ich dabei, dieses Vorgehen auf eine andere Sache zu transferieren
Was könnte(n) bei dir die Alternative(n) sein? - Nicht die Gründe, warum du EIGENTLICH (ja, du hast tatsächlich "eigentlich" geschrieben

) aufhören "gewollt hast"

, sondern wie sieht dein Nichtraucher-Dasein dann aus? Welche Möglichkeit(en) eröffnen sich für dich dadurch? Nicht die Allgemeinplätze, sondern such mal eine ganz individuelle Formulierung, die ganz genau auf dich passt! - Dann hast du dein "deshalb paßt rauchen nicht mehr zu mir".
LG
Anja