Meine Zwischenbilanz nach 25 Tagen:
Es geht mir immer besser ohne Rauchen.
Ich bin überzeugt, dass ich nicht mehr rauchen werde, weil ich nicht mehr rauchen will.
Gegenüber den früheren zwei Aufhörversuchen in meiner fast 40-jährigen Raucherlaufbahn habe ich nun das NMR verinnerlicht, d.h. ich verbinde das Rauchen nicht mehr mit angenehmen Erinnerungen. In meinen Gedanken bin ich bereit für die Loslösung von der Diktatur des Nikotins.
Bei meinem ersten Rauchstopp vor ca. 20 Jahren benutzte ich Nikotinpflaster (die waren damals noch verschreibungspflichtig).
Während der Benutzung der Pflaster fiel mir das NMR nicht schwer, ich hatte keine Entzugserscheinungen und keine Schmachtattacken.
Ist verständlich, dem Körper wurde ja weiterhin Nikotin zugeführt.
Nach dem Beenden der Ersatztherapie überrollten mich jedoch die Entzugserscheinungen.
Darauf war ich nicht vorbereitet, denn damals wusste ich noch nicht, dass die Auseinandersetzung mit der Sucht im Kopf stattfinden muss.

Nur wenige Wochen später rauchte ich wieder.
Meinen zweiten Versuch vor knapp 2 Jahren startete ich mit Champix (dem sog. neuen “Wundermittel“).
Nachdem ich keine Nebenwirkungen verspürte und mir das NMR während der Einnahme der Pillen total leicht fiel, war ich dann beim Absetzen des Medis zwar vorbereitet auf etwaige Schmachter, doch die wären erträglich gewesen, wenn ich bedingungslos den Weg in die Rauchfreiheit weitergegangen wäre.
Nach einem halben Jahr habe ich damals aus Leichtsinn die berühmte eine Zigarette geraucht. In den folgenden Wochen wurden es mehrere.
Zwar rauchte in der darauf folgenden Zeit nicht mehr so viel und auch der Wunsch aufzuhören war immer da, doch dauerte es noch mal über ein Jahr, bis ich mich nun endgültig für ein suchtmittelfreies Leben entscheiden konnte.