Auch ich versuche nur mit dem Rauchen aufzuhören.
Harald, hier ein öffentliches Statement zu Dir.
Wenn mich jemand nicht interessiert, dann re-agiere ich nicht.
Dann hilft mir, dass ich weiss, dass dieser Mensch mit sich selbst genügend Probleme hat.
Ich muss einen solchen Menschen nur ein paar Minuten ertragen.
Er sich selbst aber ständig.
In einem solchen Fall ist Mitgefühl mein Aktivator.
Bei Dir ist es ernsthaftes Interesse.
Als ich in der zweiten Klasse der Grundschule war, erstellte meine Lehrerin ein Tafelbild mit einem Zahlenstrahl nach rechts: 1,2,3...um uns Schülern die Einheiten zu visualisieren.
Der Einzige Finger, der in die Höhe schnellte war meiner
-um festzustellen:
Wenn der Strahl nach rechts geht, dann muss er auch nach linls gehen.
Das war ein Schlüsselerlebnis, denn spätestens ab diesem Moment war meinen Lehrern klar, dass sie da einen wachen Geist vor sich hatten.
Meine ganze Schulzeit war geprägt vom "hochbegabten" Schüler, der sich gelangweilt hat bis in die Leistungsstufe, bis zum Abitur und Studium und selbst da.
Ich muss mich an diesem Punkt nun SELBSTDARSTELLEN, denn ich möchte einfach, dass ihr mich versteht.
Durch den Beruf meines Vaters waren wir viel im Ausland.
Ich war nie länger als drei Jahre an einem Ort.
Das bedeutet einen grossen Aufwand an Flexibilität für ein Kind.
Die Themen in meiner Familie waren eher: Wo beginnen Menschenrechte als :...braucht ein Fahrrad Stützräder....?
Im praktischen Leben habe ich deshalb auch am ehesten Problem:-)
Nichtsdestotrotz ich fand Halt-immer.
Nur ist mein Geist einfach (zu)rege.
Ich habe das Problem anzukommen.
Smalltalk ist mir zuwieder...ich lese dann doch lieber Shakespeare.
Oder Jung.
Oder Drewermann.
Und manchmal bin ich deswegen auch in mir drin einsam (in kurzen Momenten).
Weil das reale Leben eben Grenzen aufzeigt.
Weil meine Ursprungsfamilie in Kapstadt lebt(und mir manchmal fehlt)
Weil sich so viele Menschen in ihren Gefühlen und Gedankenwelten so verzehren.
Weil mir das wehtut.
Es ist so, dass ich einen Partner habe (ein Philospoph und Mediziner, wie könnts wohl anders sein), ein wundervolles Kind habe mit ebenso regem Verstand, ein Umfeld an Künstlern und nicht der Norm entsprechenden Menschen , bei denen ich mich fallenlassen kann.
Trotzdem -ich bleibe kritisch, weil ich eben alles
prüfe...auch das, was hier geschrieben ist.
Denn ich möchte auch dauerhaft nicht rauchen.
Und den letzten Tagen habe ich so meine Zweifel.
So, nun habt ihr meine Selbstbeschreibung, Selbstdarstellung.
Meine Stärke ist meine Schwäche.
Weisse Laken im Schrank
Rote Laken im Bett
Ein KInd in seiner Mutter
Die Mutter in den Wehen
Der Vater im Flur
Das Haus in der Stadt
Die Stadt in der Nacht
Der Tod in einem Schrei
das Kind im Leben
(Jaques Prevert)