Ich möchte heute mal etwas loswerden über Freunde oder auch Verwandte. Ich möchte dazu etwas von mir erzählen.
Als ich aufgehört habe zu rauchen und mich hier angemeldet habe, hab ichs einmal in einem Post geschrieben.
Es ging sich um einen guten Freund.Er ist nicht mein Freund im Sinne von einer Beziehung,aber wir sind beide geschieden und da geht man halt quasi den gleichen Weg kann sich schonmal gegenseitig stützen.Wir hatten täglich Telefonate man hat sich öfters die Woche gesehen,Wohnungen nur 2 Strassen auseinander..
Als ich aufgehört habe zu rauchen habe ich diese Entscheidung für mich alleine getroffen er wußte nichts davon.Man diskutiert ja sonst schonmal das eine oder andere Vorhaben aus,wägt ab und so weiter.Aber das, so dachte ich entscheide ich am besten ohne sein Wissen ,ich wollte irgendwie ganz bewußt für mich alleine entscheiden ohne irgendeine andere Meinung dazu zu hören.Ich denke das hat ihn erstmal ziehmlich getroffen, zumal ich ihn erst nach ein paar Tagen bescheid gesagt habe das nich nichtmehr rauche.Seine Reaktion...erstmal hat er mir gesagt das er mit Veränderungen nicht gut zurecht kommt.Dann hat er halt, wenn ich von Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüchen etc erzählt habe ,angebracht das dies die Wechseljahre sein könnten und nicht der Rauchentzug.Worauf hin ich dachte ok...erzähl halt nichtsmehr davon.Dann kamen die Sticheleien wenn wir telefonieren und man erzählt sich den Tagesablauf und dieser war nicht so toll kam und kommt von ihm ...rauch dir doch eine...
Ich habe darauf hin den Kontakt stark reduziert, weil ich ganz ehrlich nicht weiß, ob ich die ersten Wochen so durchgehalten hätte, mit einer Wahrhaftigen Person im Schlepptau die mir andauernd rät eine zu rauchen.Dazu hat mir schon mein Gehirm gereicht das andauernd diese Fehlmeldung rausgibt.
Am Sonntag dann haben wir uns nach ner Weile das erste Mal wieder getroffen.Und da hab ich dann auch sehen können was hinter den Sticheleien steckt.In seiner Wohnung hat er wo ich mit Tochter ankam und die gerade erkältet ist und husten mußte ,gleich erklärt das ist aber ne Raucherwohnung.Man konnte sehen wie unanagenehm es ihm ist zu rauchen.Wir waren dann spazieren.Er hat weniger geraucht als sonst sich auch dabei teiweise dabei weggedreht usw.
Ich denke das die Menschen die den engsten Kontakt mit Nichtmehrrauchern haben ,Angst haben.Vielleicht Angst der letzte Nichtraucher zu sein.Angst das der Kontakt endet.
Auch für sie verändert sich genauso viel wie für den Nmr.
Ich habe so wie viele andere hier auch,ziehmlich viele Veränderungen in meinem Leben vorgenommen.Mehr Bewegung,alte Hobbies wieder aufleben lassen,neue Kurse belegt.Quasi den kompletten Alltag umgestellt.Und diese komplette Umstellung müssen auch unsere Lieben miterleben und nicht nur das sie müssen damit umgehen können.Vielleicht steht ihnen nach dieser Art Methamorphose ein ihnen eigentlich Unbekannter gegenüber...
Was ich damit sagen möchte ist,auch wenn man sich über so manches Verhalten ärgert und der Meinung ist das eigentlich etwas Rücksicht angebracht wäre und wenn dies nicht da ist dann eben keine Komentare.Dann sollte man vielleicht auch zwischendurch mal kurz innehalten und drüber nachdenken was der Mensch neben einem gerade durchmacht, auch für ihn ist es nicht leicht solche extremen Veränderungen mit zu machen oder zu erleben und deshalb sollte auch der Nmr ab und an etwas Rücksicht nehmen.
Ich zumindest für meinen Teil habe mich gestern ein wenig geschämt als ich die Angst und Trauer gesehen und gespürt habe.

Und denke nicht nur der unter dem Entzug leidende braucht ab und zu etwas Zuspruch,sondern auch der Mensch an seiner Seite womit ich sicher nicht nur Raucher meine sondern alle anderen die diese extreme Umwandlung mit erleben und etwas Angst bekommen.
So sehe ich das heute und dachte ein Post dazu wäre vielleicht angebracht ,denn viele ...nicht alle...beschweren sich beim Entzug über Partner, Freunde oder Familienmitglieder...ich will mich da garnicht ausschließen...