Irgendwas "fehlt" - Rauchfrei-Forum
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Nach dem ersten erfolgreichen Monat Wenn die erste Phase des Projekts überstanden ist, geht es in die nächste Phase: Nach einigen Wochen ist die körperliche Sucht überwunden, aber es gilt noch viel zu tun, um dauerhaft nikotinfrei zu bleiben.

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Alt 15.09.2011, 20:09   #1 (permalink)
HaraldM
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Beiträge: n/a
Rauchfrei seit: 15484 Tag(en)
Standard Irgendwas "fehlt"

Irgendwas "fehlt" mir seitdem ich nicht mehr rauche. Bzw. es fühlt sich so an.

Rauchen will ich definitiv nicht mehr und die Vorstellung mir nen Stück Papier inkl. Tabak, Amoniak usw. in den Mund zu stecken, anzuzünden und tief zu inhalieren.....das ist auch ziemlich weit weg.

Aber irgendwas "scheint zu fehlen".

Ich kann es nicht benennen, ich finde die Worte dafür nicht. Doch es "nervt". Denn ich fühle mich teilweise "nicht so glücklich wie früher". Dabei müsste es doch genau andersherum sein.

Wo ist das der Trick bzw. Haken?

Ist es der "Verlust des Kicks", der nicht wirklich einer ist, oder was ist das was fehlt?

Ich meine: Je mehr ich unter Leute gehe und je länger ich nicht rauche, umso mehr merke ich wie sehr die Zigs stinken, wie bekloppt die ganze Raucherei ist, etc.

Aber irgendwas...............Ich will heraus finden was da mit mir abgeht bzw. klar will ich GLÜCKLICHER SEIN OHNE Zigaretten. Warum bin ich das "noch nicht" wirklich?

Any Ideas / Erfahrungen?
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Alt 15.09.2011, 20:40   #2 (permalink)
Nichtraucherin
 
Benutzerbild von *Sanne*
 

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*Sanne* befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo Harald,


hab einfach ein bißchen Geduld und halte weiter durch. Du wirst erleben, dass

Stück für Stück diesesGefühl des "Fehlens" verschwindet, ganz einfach, weil

du schrittweise lernst, alles ohne Zigarette zu erleben und manchmal auch zu

ertragen.

Ich habe Anfangs wirklich auch die Hilfsmittel wie scharfes Kaugummi,

Gummibärchen etc. genommen als "Ersatz" und mir jeden Tag ganz bewußt

irgendetwas Schönes gegönnt.

Weiter geb ich dir den Rat, einfach dieses "Fehlen" zu ignorieren und einfach

Tag für Tag weiterzumachen ohne zu rauchen.

Du wirst sehen, irgendwann ist alles normal und du bist ein zufriedener

Nichtraucher.

LG
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Alt 15.09.2011, 20:49   #3 (permalink)
Vielschreiber
 
Benutzerbild von Birgitt
 

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Erstmal: Gratulation zu 39 (rauch-) freien Tagen, darauf kannst Du wirklich stolz sein.

Hm, zu Deinem Problem, da tu ich mir ohne mehr Infos schwer.
Ich hab Deinen Post mehrmals gelesen, aber so richtig schlau werde ich nicht daraus. Du sagst, Du fühlst Dich "weniger glücklich", aber was genau heißt das? Wie äußert sich das, bist Du bedrückt oder fühlst Du Dich antriebslos oder? Und wichtig wäre auch: fühlst Du Dich generell so oder nur in bestimmten Situationen, fällt es Dir auf, wenn Du allein bist oder auch in Gesellschaft (oder gerade da?).

Vielleicht ist es ja auch gar nicht das Rauchen, so wie Du Dein Nichtrauchen schilderst, macht es auf mich den Eindruck, dass Du da durchaus dahinter stehst. Aber möglicherweise hat Dein negatives Gefühl indirekt damit zu tun, weil das Rauchen für dich früher eine Art Ventil war, mit dem Du Stress, Ärger, etc. etwas lindern konntest.

Mehr fällt mir leider im Moment nicht ein.

Liebe Grüße,

Birgitt
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Alt 15.09.2011, 20:50   #4 (permalink)
hat fertig
 
Benutzerbild von hellas
 

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Hm, schwierige Frage. Mir geht es grade auch so. Einerseits bin ich froh, nicht mehr rauchen zu müssen, andererseits "Fehlt" etwas. Stopfe mich im Moment mit Salzstangen voll, obwohl ich weder Hunger noch Appetit habe. Aber mir fehlt eben etwas.

Ich glaube, man kann das in etwa vergleichen mit einer Partnerschaft, die man beendet hat, weil sie einem nicht gut getan hat. Einerseits ist man froh, den Schritt gemacht zu haben, andererseits ist aber eine Lücke da, die erst wieder sinnvoll gefüllt werden muss. Das ist ein Prozess, durch den man durch muss und der seine Zeit dauert.
__________________
LG
Conny

Freunde sind Menschen, die die Melodie in deinem Herzen kennen und dich daran erinnern, wenn du sie vergessen hast.
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Alt 16.09.2011, 08:54   #5 (permalink)
Radeltante & Schwimmente
 
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Schaut mal hier


Abschiedsbrief


Vielleicht hilft es Euch ??
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-- (_)/(_) ---
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Alt 16.09.2011, 10:29   #6 (permalink)
hat fertig
 
Benutzerbild von hellas
 

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hellas befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Danke Löwin.
Ja, das trifft es. Und ist tatsächlich wie bei einem Partner, der einem nicht gut tut und den man deswegen gehen lässt. (Bin gerade in der Situation und es fühlt sich ähnlich an, wie nicht zu rauchen). Beides aber mit jedem Tag besser, vor allem wenn ich mir die Situation anschaue und feststelle: Es gibt nichts, was ich vermissen müsste.
Es ist nur die Gewohnheit, die wegfällt und damit zeitweise eine Lücke hinterlässt.

Jetzt gilt es, diese Leere zu füllen mit Dingen, die wirklich gut tun, um dann nach einiger Zeit festzustellen:

Mir fehlt..... nichts. Ich bin glücklich und zufrieden.
__________________
LG
Conny

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Alt 16.09.2011, 10:49   #7 (permalink)
Noch recht neu
 

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Zitat:
Zitat von HaraldM Beitrag anzeigen

Any Ideas / Erfahrungen?
Sicherlich.
Eine über Jahre angeeignete Gewohnheit kann man nicht innerhalb paar Tagen abtrainieren.
Mir half nur die Beobachtung und Zeit.
Erst vor einem Monat schaffte ich eine Lokalität zu besuchen in der viel geraucht wurde.

Und mir fehlte nichts. (Bis auf die frische Luft ab und an )
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Alt 16.09.2011, 11:04   #8 (permalink)
HaraldM
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Rauchfrei seit: 15484 Tag(en)
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Vielen Dank für eure tollen Antworten ;-)

Ich glaube einer der Hauptgründe weshalb manche Leute wieder anfangen zu rauchen ist eben dieses "etwas scheint zu fehlen und ich will das nicht so"-Gefühl. Der Schritt zum wirklichen Nichtraucher ist für mich der Schritt bei dem ich dieses Gefühl nicht mehr habe. Denn sonst würde ich noch ewig etwas vermissen. Das würde dann zum "1 ist keine"-Zigarettchen und schon hat das Nikotinmonster einen wieder in der Hand.

Ich denke ich werde noch eine Weile Zeit brauchen um das kennenzulernen was "normal" ist. Sprich das rauchfreie Leben.

Besonders gespannt bin ich auf das Oktoberfest. Es fängt ja morgen an. ;-) Ich habe nicht vor dort aus der Laune heraus eine zu rauchen, ja ich halte es eher so, als dass ich alles so wie früher mache...ABER ohne Zigaretten.
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Alt 16.09.2011, 12:51   #9 (permalink)
Vielschreiber
 
Benutzerbild von Nini
 

Registriert seit: 02.08.2011
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Rauchfrei seit: 111 Tag(en)
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Zitat:
Zitat von hellas Beitrag anzeigen
Und ist tatsächlich wie bei einem Partner, der einem nicht gut tut und den man deswegen gehen lässt.
So gehts mir auch, hellas. Ein bißchen wie Liebeskummer. Da werd ich dann ein bißchen wehmütig und man neigt dazu sich im Rückblick vieles zu beschönigen was gar nicht so war und die schlechten Sachen zu vergessen. Meine rosarote Raucherbrille

Mir fehlt die Zigarette noch am stärksten wenn es mir schlecht geht. So nach dem Motto 'egal was kommt, du kannst erstmal eine rauchen. Wenn nichts mehr hilft, kannst Du aber eine rauchen'. Wie jemand auf den man immer zählen konnte und der jetzt weg ist.

Im Alltag fehlt sie mir nicht mehr so. Obwohl, manchmal hatte ich so bescheuerte Bedenken, dass ich mit Leuten nicht mehr so schnell in Kontakt komme wie früher. Rauchen verbindet und allein durchs gemeinsame Rauchen kommt man ins Gespräch. Die gemeinsamen Zigarettenpausen, zu denen man nicht mehr mitgeht, fehlen und es ist nicht mehr so leicht sich auf der Arbeit mal 5 Minuten aus allem rauszuziehen.
Daran muß ich mich erst wieder gewöhnen.

Btw, ist auf dem Oktoberfest in den Zelten nicht Rauchverbot? Als ich das letzte Mal da war habe ich zu dem Zeitpunkt nicht geraucht und habe nicht drauf geachtet

LG Nini
__________________
Unsere Weisheit kommt aus unserer Erfahrung.
Unsere Erfahrung kommt aus unseren Dummheiten.

- Sacha Guitry -

Geändert von Nini (16.09.2011 um 12:54 Uhr)
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Alt 16.09.2011, 13:12   #10 (permalink)
HaraldM
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Beiträge: n/a
Rauchfrei seit: 15484 Tag(en)
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@Nini

also letztes Jahr habe ich auch im Zelt geraucht ;-)

Was du schreibst mit dem "in Kontakt kommen" bzw. dem "egal was ist,... ich kann ja eine rauchen wenns nervt".....kenne ich auch. Das sind die Dinge die mir teilweise auch sehr schwer fallen. Doch um so bewußter ich mir dessen werde und der Dinge die da hinten dran stecken... um so besser finde ich, dass ich nun nicht mehr rauche.

Und noch etwas: Es gibt Situationen die ich LEIDER ausgehalten / durchgemacht / runtergeschluckt / weggeraucht habe......... und genau das hätte ich "NIE" machen sollen. Denn den Schaden habe ich nun.

Es mag sein, dass Rauchen scheinbar entlastet.... aber ich denke mir immer mehr: Was für ein fataler Trugschluss!!!
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