Zitat:
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"ich muss es durch nichts ersetzen"
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dieser Spruch gilt für mich definitiv NICHT.
Ich muss mir im Gegenteil in jeder einzelnen Situation, in der gewohnheitsmäßig der Gedanke "jetzt rauchen!" auftaucht, klar machen, was jetzt der Sinn bzw. der Nutzen des Rauchens gewesen wäre. Und den dann ANDERS gewährleisten ODER die Situation verändern, damit ich nicht in ein Gefühl des "Verzichtens" komme.
Ein paar bewusste tiefe Atemzüge an frischer Luft, ein kurzer Spaziergang, ein Kaffee - derlei Dinge können in vielen Situationen die schnelle Lösung sein. Oft genug ist das aber nur Ablenkung, noch keine VERÄNDERUNG im Sinne von nachhaltiger Befreiung vom Rauchverlangen.
Was eigentlich per Rauchen gewollt wurde, konte ich (für mich) über besonders "gut funktionierenden Ersatz" wie etwa Pfefferminzbonbons, Kaugummis, fettiges oder süßes Essen & Trinken heraus finden.
Dabei hab ich festgestellt, dass es - ganz unabhängig vom eigentlichen RAUCHEN irgendwelcher Stoffe über die Lunge - ein orales Saug- und Lutschbedürfnis gibt: Etwas im Mund bewegen, dass angenehme, beruhigende Gefühle auslöst und mir die Konzentration auf Körper-fernes Tun erleichtert. Optimal: etwas süß-fettiges Warmes schlucken....
Es liegt auf der Hand, WAS das eigentlich ist: eine Regression/ein Rückfall in die Lust- und Bedürfniswelten eines Säuglings, der an der Mutterbrust saugt. Und sich so SICHER, GEBORGEN, GELIEBT und ANGENEHM BEFRIEDIGT fühlt.
Dieses uralte, jedem Menschen in unbewusster Erinnerung positv besetzte Verhalten hat sich DES RAUCHENS BEDIENT bzw. machte (bei mir) offenbar einen großen Teil der Sucht aus.
Weil ich nicht zunehmen und mir das unbewusste "mehr naschen" bzw, "mehr essen" nicht erlauben wollte, hab ich diesen oralen Sucht-Aspekt gut kennen gelernt. Und bin recht froh über diese frühe Entdeckung, denn
**** EIN SÄUGLING IST NICHTRAUCHER!! *****
Die Rückkehr zu ANDEREN oralen Genüssen (zuckerfreie Lutschbonbons z.B., hochvolumiges, aber kalorienarmes essen, langsames, über den Tag verteiltes genüssliches Essen kleiner Portionen) ist also voll befriedigend - auch und gerade für diesen etwas peinlichen Säugling in mir, der Jahrzehnte lang mit einer Kippe im Mund vorlieb nehmen musste.
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Eine andere Sache ist es, nun von dieser "Lutsch-Sucht" wegzukommen, nachdem sie vom Glimmstengel ENTKOPPELT wurde.
Auch das geht, genau wie auch beim Rauchen - nur ist es nicht so dringlich, denn ein bisschen zu oft Bonbons lutschen ist ja nicht weiter schlimm. :-)
Ich bemühe mich trotzdem ab und an, die Leere "ohne" als ein Aktivitätspotenzial zu spüren, das ANDERS gefüllt werden will als durch Konsum beruhigender Saug-Empfindungen: was TUN zum Beispiel, etwas, wobei der Körper mitmachen muss!