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11.09.2011, 23:49
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#1 (permalink)
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Vielschreiber
Registriert seit: 10.08.2011
Ort: Münsterland
Beiträge: 249
Rauchfrei seit: 292 Tag(en)
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Schmacht oder so ...
Ich rauche jetzt seid 36 Tagen nicht mehr, schreibe auch nicht viel dazu.Ich hatte in den ersten 10-14 Tagen Entzug im Sinne von Schlafstörungen,Schweißausbrüchen,Kopfschmerzen,Ne rvosität und extremen Schmachtattacken.
Und genau zu diesen Schmachtattacken möchte ich etwas schreiben.
Dadurch, das mir das nicht mehr rauchen ziemlich leicht fällt, bin ich auch sehr gelassen.Manchen im Bekanntenkreis fällt dies extrem auf, ich denke das liegt daran, das ich das stressige Nikotin auffüllen nicht mehr brauche.Keine Gedanken mehr wie, sind genug Kippen da ,soll ich noch eben zum Laden ,oder das ewige eine anstecken müssen,alles fällt weg das macht gelassen.
Deshalb höre ich jetzt mit der nötigen Ruhe ,oft in mich hinein.Es gib natürlich auch hier und da Momente in denen ich noch meine mir eine anstecken zu müssen.Heute hatte ich mal wieder so einen Moment und dachte wieso ist das eigentlich so,wieso hast du noch immer ab und zu Schmacht ?
Nach längerem nachdenken bin ich zu folgendem Entschluss gekommen.Ich denke das mein Gehirn, bitte lacht jetzt nicht ,aber ich denke es hat einen an der Klatsche  .
Nicht das ich einen Gehirnschaden an sich hätte. Aber ich denke durch mein starkes Rauchen hat es nach einer Gewissen Zeit und ab einem Gewissen Stadium meines Raucherdaseins ,jeden Anflug von einem Gefühl egal welcher Art ,das da oben angekommen ist ,sofort als Schmacht gedeutet und erstmal auf bitte rauchen gestellt.Denn, wie kann es sonst sein das gerade in der ersten Zeit des Entzugs bei jedem Gefühlsausbruch immer sofort auch die Schmachtatacke kommt?
Und ich denke das es ungefähr so funktioniert wie nach einer schlimmen Krankheit man muss neu lernen,in diesem Fall die Gefühle wieder neu lernen.
Und zu wissen, heee das war kein Schmacht gerade das war Ärger ,Stress usw .Du weißt das nur nicht mehr sofort richtig zu deuten und denkst du müsstest rauchen macht den ganzen Entzug doch viel leichter.
Sicher werden jetzt einige sagen ,ja aber ich hab mir ja immer bei Ärger Stress usw eine angemacht, dann denke ich ja sicher hab ich auch, weil du da schon die falsche Meldung bekommen hast, nämlich rauchen anstatt nur die alleinige Reaktion auf das momentane Gefühl ,weil halt durch das ganze Gift das Gehirn nicht mehr richtig funktioniert hat.Und ich bin froh durch all die Leute die schon ewig nicht mehr rauchen zu wissen das das wieder in Ordnung kommt.Das es nur eine Frage der Zeit ist bis ich Neu gelernt habe.Wenn alles, was ich um 100 prozentigen Erfolg zu haben ,
etwas Geduld aufbringen ist ja dann …...
ist das ja wohl keine Thema
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Liebe Grüße
Angelika
„Gib der Zigarette keine Chance, sie gibt dir auch keine!“
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12.09.2011, 07:12
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#2 (permalink)
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...und lernte fliegen
Registriert seit: 14.03.2011
Ort: Em Schwobeland
Beiträge: 2.039
Rauchfrei seit: 459 Tag(en)
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Dede,
Das freut mich.
Du schreibst sehr reflektiert.
Super!!!!
Lieber Gruß
Hadu
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Ein neues Leben kann man nicht beginnen,
aber täglich einen neuen Tag. 
David Thoreau
1817-1862
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12.09.2011, 11:56
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#3 (permalink)
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Gast
Beiträge: n/a
Rauchfrei seit: 15484 Tag(en)
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Hallo Dede!
Siehst du,dass ist das Ergebnis,wenn man sich gut mit dem NR und sich selbst auseinander gesetzt hat.
Dann hat man eine Erklärung,wird nicht unsicher und ist in der Lage,wesentlicher entspannter "nicht zu rauchen" und Vieles anzunehmen,wie es kommt.
Find ich richtig schön!
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12.09.2011, 13:04
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#4 (permalink)
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Nordlicht
Registriert seit: 02.03.2010
Ort: Norddeutsche im Herzen, Wahlniederrheinländerin
Beiträge: 1.938
Danke: 1.356
Bedankt 1.108 mal in 749 Postings
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Hey Dede, das hast du sehr schön erklärt, da nehme ich mir was mit....
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Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht,
sondern weil wir es nicht wagen,
ist es schwer.
Lucius Annaeus Seneca
4-65 n. Christus röm. Philosoph
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13.09.2011, 07:51
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#5 (permalink)
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hat fertig
Registriert seit: 14.07.2009
Ort: Duisburg
Beiträge: 553
Rauchfrei seit: 263 Tag(en)
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Finde ich auch sehr schlüssig. Habe zur Zeit auch die eine oder andere Attacke, das war am Anfang nicht so. Die Erklärung leuchtet mir ein, klar, jahrzehntelange Konditionierung baut sich nicht so schnell wieder um.
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LG
Conny
Freunde sind Menschen, die die Melodie in deinem Herzen kennen und dich daran erinnern, wenn du sie vergessen hast.
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13.09.2011, 11:17
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#6 (permalink)
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Noch recht neu
Registriert seit: 28.07.2011
Beiträge: 30
Rauchfrei seit: 309 Tag(en)
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Hi, bin auch mal wieder "on" und gleich der erste Beitrag ein Volltreffer.
Besser hätte ich es nicht ausdrücken können, aber es entspricht ein etwa meinen Vorstellungen.
Ich denke, mit dieser Grundeinstellung zum Nichtrauchen, wird es Dir nicht schwer fallen.
Mich erwischt regelmäßig einmal in der Woche ein "Schmachtgedanke", den ich aber dann abtue, da ich ja nicht rauche. Also muss es was anderes sein. Der Gedanke ist an sich schneller weg, als er aufkam.
Viel Erfolgt beim "Rauchen vergessen".
Gruß Yoda
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Früher war ich immer unentschlossen ...
... heute bin ich mir da nicht mehr sicher !
Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir denn hin ...
... und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.
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20.10.2011, 19:05
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#7 (permalink)
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Frischling
Registriert seit: 11.10.2011
Beiträge: 9
Rauchfrei seit: 239 Tag(en)
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Auch von mir Danke und Respekt für diese auch für mich sehr, sehr schlüssige Beschreibung der Nikotinsucht bzw. später, wenn der körperliche Entzug durch ist, der "neurologischen Fehlschaltungen" des Gehirns (auch SCHMACHTER genannt).
Tatsächlich, jeder, der stark geraucht hat, wird das bestätigen, raucht man irgendwann bei so ziemlich JEDEN denkbaren und perfiderweise teilweise komplett widersprechenden Gefühlszuständen (Erschöpfung, Erholung, Frust, Ärger, Kummer, Euphorie, Langeweile, Müdigkeit, Wachheit, Einsamkeit, Geselligkeit, Nüchternheit, Berauschtheit, Stress, Entspannung, Belohnungsbedarf, Motivationsbedarf, Vermeidung, etc.etc...)
Ja, was für ein PERFEKTER und trickreicher Mechanismus des Gehirns, um uns dazu zu bringen, unseren Nikotinpegel wieder aufzufüllen: Jedes Gefühl (und wir können unsere Gefühle ja nicht einfach abstellen, deswegen sind wir ja Menschen, und das ist auch gut so) wird gnadenlos mit der Zigarette BESETZT UND VERKNÜPFT! Anderer Name dafür: SUCHT.
Das Problem (das aber gottseidank LÖSBAR ist) besteht darin, dass diese BESETZUNGEN und VERKNÜPFUNGEN der Gefühle PSYCHISCH erfolgen, also auch noch nach dem rein körperlichen Entzug AKTIV bleiben (mit dem Denken können wir ja nicht aufhören, auch dies glücklicherweise). Aber, und dies ist die gute Nachricht: Durch stetige und fortwährende ENTknüpfung der Gefühle von der Zigarette können diese Verknüpfungen weitestgehend STILLGELEGT werden.
Anders gesagt: Wenn wir gelangweilt sind, sind wir gelangweilt (und sollten uns beschäftigen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir glücklich sind, sind wir glücklich (und sollten das genießen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir traurig sind, sind wir traurig (und sollten uns nach Trost sehnen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir gestresst sind, sind wir gestresst (und sollten prüfen, ob es noch positiver, oder schon schädlicher Stress ist), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir etwas geleistet haben, haben wir etwas geleistet (und sollten uns selbst dafür belohnen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir einsam sind, sind wir einsam (und sollten etwas dagegen unternehmen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir Geselligkeit erfahren, erfahren wir Geselligkeit (und sollten uns daran erfreuen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen. Wenn wir eine Pause machen, machen wir eine Pause (und sollten sie bewusst nutzen), aber wir brauchen deswegen nicht rauchen.
Die Liste der Situationen/Gefühle ließe sich beliebig fortführen, jeder kennt mindestens 1000 weitere - und unser (Ex-)Raucher-Hirn auch. :-)
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Deine erste Pflicht ist, dich selbst glücklich zu machen. Bist du glücklich, so machst du auch andere glücklich.
- Ludwig A. Feuerbach
Geändert von Sundance (20.10.2011 um 19:28 Uhr)
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