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Zigaretten sind die einzigen frei verfügbaren Handelsprodukte, die in Deutschland jährlich schätzungsweise rund 140 000 Todesfälle verursachen und weltweit 10% der Erwachsenen töten.

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zigarettenIn Deutschland rauchen ungefähr 20 Millionen Menschen. Zahlen aus dem Mikrozensus 2005 ergeben, dass 27 % der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren rauchen, davon 32 % der Männer und 22 % der Frauen. In jeder Altersstufe rauchen mehr Männer als Frauen.
Im Vergleich der Bundesländer steht Mecklenburg-Vorpommern mit einem Raucheranteil von 36 % an der Spitze, gefolgt von Berlin mit 33 % und Bremen mit 32 %. Niedrigste Raucherquoten haben Bayern und Baden-Württemberg (26 %).

Es wird zwischen gelegentlichen und regelmäßigen Rauchern unterschieden. Von den 27 % der Raucherinnen und Raucher in der Gesamtbevölkerung rauchen 23 % regelmäßig und 4 % gelegentlich.
Die höchsten Raucherquoten wurden bei den 20-24 Jährigen festgestellt. In dieser Altersgruppe rauchen 45 % der Männer und 36 % der Frauen. Das durchschnittliche Einstiegsalter in das Rauchen liegt bei 15-19 jährigen Rauchern bei den Frauen bei 14,2 Jahren und bei den Männern bei 14,6 Jahren.

Unter den regelmäßig rauchenden Frauen ist jede neunte eine starke Raucherin (+ 20 Zigaretten pro Tag); unter den Männern raucht jeder 5. Mann mehr als 20 Zigaretten am Tag. Obwohl Frauen weniger rauchen als Männer und bis zum Alter von 35 Jahren häufiger mit dem Rauchen aufhören, sinkt die Anzahl der Raucherinnen nicht, während bei Männern seit 1995 ein stetiger Rückgang beobachtet werden kann.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) führt seit 1973 in regelmäßigen Abständen die Repräsentativbefragung „Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland“ durch. Für diese Befragungen werden bundesweit etwa 3.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und befragt. Im Jahr 2003, 2005 und 2007 kamen weitere Repräsentativerhebungen hinzu, bei denen 3.600 Jugendliche zwischen 12-19 Jahren befragt wurden.

 

Diese Befragungen zum Tabakkonsum Jugendlicher zeigen folgende Ergebnisse:


Bei den 12- bis 17-jährigen Jugendlichen ist seit 2001 ein starker Rückgang des Tabakkonsums zu erkennen. In dieser Altersgruppe lag die Raucherquote im Jahr 2001 noch bei 28 %, verzeichnete aber einen Rückgang auf 23 % im Jahr 2003 und 2004, sank im Jahr 2005 weiter auf 20 %.

Die aktuelle Befragung aus dem Jahr 2008 zeigt einen weiteren Rückgang auf 15 %. Damit wurde ein neuer Tiefstand erreicht. Dieser Rückgang in der Raucherquote zeigte sich sowohl bei den weiblichen als auch den männlichen Jugendlichen. Im Jahr 2008 rauchten 16 % der Mädchen und 15 % der Jungen im Alter von 12-17 Jahren.

Eine erfreuliche Entwicklung nimmt auch die Quote der Jugendlichen, die noch nie geraucht haben. Dieser Anteil steigt seit 2001 bei den 12- bis 17-jährigen kontinuierlich an. Im Jahr 2008 liegt er bei 59 % bezogen auf weibliche Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Der Anteil der gleichaltrigen Jungen, die noch nie geraucht haben, beträgt 62 %.

Der durchschnittlich Tabakkonsum von etwa dreiviertel aller Raucher und Raucherinnen liegt bei 5-20 Zigaretten täglich. Der Anteil der starken Raucher beträgt 16%. 97% der Raucher konsumieren Zigaretten, 2% Zigarren und Zigarillos und 1% Pfeifentabak.

 

Zigaretten

Gesamt

Männer

Frauen

20 oder mehr

16%

20%

11%

5-20

77%

75%

80%

bis 5

7%

5%

9%

Quelle: Mikrozensus 2005: täglich gerauchte Zigaretten - Altersgruppe 15-75 Jahre


Bei den Jugendlichen im Alter von 12-25 Jahren ist ein genereller Trend zum geringeren Tabakkonsum erkennen. Der Anteil an starken Rauchern (20 oder mehr Zigaretten) ist von 35% im Jahre 1993 auf 12% im Jahre 2004 zurückgegangen. Dieser Rückgang hat bei Mädchen und Jungen gleichermaßen stattgefunden.

In Deutschland wurden im Jahr 2004 111,7 Milliarden Zigaretten verkauft, das sind 15,8% (20,9 Milliarden Stück) weniger als im Vorjahreszeitraum.

Deutliche Zunahmen des Umsatzes gab es bei Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak. 2004 wurden 3637 Mill. (+16,7%) Stück Zigarren und Zigarillos verkauft. Den deutlichsten Zuwachs verzeichnete der lose Tabak (Feinschnitt). Immer mehr Raucherinnen und Raucher drehen ihre Zigaretten selbst. 2004 wurden 24.258 Tonnen Feinschnitt verkauft, das sind 30,4% mehr als im Vorjahr.
In Deutschland wurden 2004 insgesamt 22,9 Milliarden Euro für Tabakwaren ausgegeben, das sind 1,2% weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Steueranteil betrug 13,8 Milliarden Euro (-2,2% gegenüber 2003). Die Kosten, die durch tabakbedingte Krankheiten und Todesfälle entstehen, wurden für das Jahr 2002 auf 19, 4 Milliarden Euro geschätzt.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheiltiche Aufklärung www.rauchfrei-info.de